Tierlieb

Unter Einfluss strenger, anhaltender Kälte offenbart sich bei der sibirischen Bevölkerung die innige Beziehung zu Tieren. Das Halten von Haustieren ist sowieso verbreitet, das Halten von Straßentieren genießt allerdings ebenso hohes Ansehen. Schulkinder lernen schon frühzeitig das Anfertigen bunt bemalter Vogelhäuschen aus Schuhkartons, die rings um das Schulgebäude in die beschneiten Sträucher gehängt sind. Und Küchenabfälle in größeren Mengen auf den Abdeckungen von Wasserleitungen im Boden sind kein Auszeichen mangelnden Hygieneempfindens – man stellt Nahrungsmittel für die in der Stadtwildnis lebenden Tiere bereit. Weshalb immer wieder größere Tieransammlungen auf diesen Gullideckeln zu beobachten sind, welche zudem noch von unten Wärme spenden. Gelegentlich mögen diese Speisegeschenke bizarr anmuten, sie sind doch immer Ausdruck tief empfundener Tierliebe.

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Datum: Montag, 16. November 2009 2:15
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Ein Kommentar

  1. 1

    [...] Katzenjungen nichts Ungewöhnliches in russischen Treppenhäusern, auf jeden Fall werden Tiere gut versorgt. Das Kätzchen und die Gesänge der Nacht hielten mich damals wach. Die folgende Geschichte ist das [...]

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