minimal story 11

Ein junger Student sagte neulich, über das Thema “Reisen” philosphierend, mit Nachdruck und prinzenhafter Würde, er sehe nicht, wozu das gut sein solle, er würde daher nicht reisen, insbesondere nicht ins Ausland, das interessiere ihn nicht, er habe seine Datscha im Wald am See und seine Freunde, die ebenfalls ihre Datscha im Wald am See hätten, kämen ihn jeden Sommer dort besuchen. Ein klares Weltbild, aufgeräumt, übersichtlich, erdbebensicher vor äußeren Einflüssen. Dass der junge Mann an der Universität eine Fremdsprache erlernt, gehört wohl zu den unbedeutenden Pointen der sibirischen Wildnis.

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Datum: Mittwoch, 24. März 2010 22:44
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Interkultur, Universität

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Ein Kommentar

  1. 1

    Nun, da scheint er nicht der Einzige zu sein, aber ich denke früher gab es auch genug Philosophen die Fremdsprachen lernten, aber eigentlich nur in für das Lesen verwendeten, da Sie auch nicht reisten, es gab ja sogar Philosophen die Reisen etwas für gelangweilte Personen hielten. Heute mit dem Internet kann man ja seine Fremdsprache auch von zu Hause aus nutzen. Vielleicht musste er auch nur irgendein Studenfach wählen ;)

    Euch dreien alles Liebe.

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